jakobswegohnegeld

Dieser Blog ist- Reise Tagebuch, Selbstreflexion und (Eigen-)Therapie,Kunst - Galerie (Alle Bilder und Grafiken in diesem Blog are made by me), Liedersammlung (Lieder für den Jakobsweg). Außerdem dient er mir als Sammlung meiner Gedichte, Kurzgeschichten, Philosophischen Betrachtungen der Welt, Lebens-beichte,Songtexte. Das alles natürlich mit biographischem Background.
Also es wird schwierig euch (kurz) was über mich zu erzählen...denn genau dieses "kurzfassen" ist nicht meine Stärke. Ich bilde mir ein, eine so vielschichtige Persönlichkeit zu haben (außerdem kreisen in meinem Kopf soviel Gedanken. Da fällt mir das fokussieren schwer - to much infos-input-output.-. Deshalb tut es mir unsagbar gut meine Geschichte hier aufzuschreiben.Es sprudelt nur so aus mir heraus...ich frage mich? Wie kann es einem beim Schreiben an Ideen mangeln? Ich habe soviel Ideen...zu jeder Sparte...endlos...ich muss mich echt zurückhalten und eins nach dem anderen hier rein setzen. Könnte an zehn Ideen gleichzeitig arbeiten. Das was sich eigentlich sehr positiv anhört, ist aber in Wahrheit ein gro0er Teil meiner Problematik. Schon als kleiner Junge merkte ich sehr bald, dass ich irgendwie anders als die anderen Kinder war. Auf eine, eher unangenehme, Art und Wiese hatte ich ein extrem empfindliches Radar. Ich nahm Schwingungen wahr, die scheinbar Niemand sonst in meinem Umfeld zur Kenntnis nahm. Diese Schwingungen waren nicht immer gleich...im Gegenteil - was mir als Kind noch Angst machte, konnte ich im Laufe meiner Entwicklung immer besser einordnen, obwohl ich auch heute noch öfter erschrecke, wenn mir die Klarheit und der Wahrheitsgehalt meiner Ahnungen (es sind weniger Ahnungen, als vielmehr ...eine Art Gedanken (aber immer mit einem Gefühl verknüpft), die ich vorher...mehr als gefühlt..aber..weniger als gewusst ...habe. Dieses Wissen, um "die Gedanken" der meisten Menschen ...zumindest sie zu "erahnen"....zu fühlen...würde mir so vieles ermöglichen...wenn meine Skrupel nicht wären und ich diese "Gabe"- "Fluch" versuche nicht um meines Vorteils wegen einzusetzen. Außerdem muss ich mich sehr konzentrieren, um eine genügend hohe Sensibilität in meinem "Radar" zur Verfügung zu haben, damit es funktioniert. Und dann bekomme ich meistens Kopfschmerzen. Aber auch wenn ich komplett loslasse, kommen manchmal diese Bilder und Gefühle in mir hoch und ich weiß dann Dinge ganz genau. Auch Dinge, die meinem Gegenüber manchmal peinlich sind. Es ist dann fast so, als ob ich ihre Ängste, Begierden oder Wünsche körperlich fühlen würde. Ich will damit keinesfalls sagen, ich sei in irgendeiner Beziehung "Hellsichtig" ( obwohl ich schon ziemlich " helle" bin), oder" ich könnte Gedanken lesen."- Nichts - ich kann auch nicht die Zukunft vorher sagen, oder in die Köpfe der Menschen schauen - ABER :- Leider fällt mir kein anderes Wort dafür ein- Esoterische Menschen würden bestimmt von -" Sphären spüren"- reden, auch wenn es "dass" auch nicht ganz trifft.Egal wie man es auch nennen mag - Auf jeden Fall war mir früh klar,"mit dir stimmt irgendwas nicht...". Sehr viel später haben sich einmal die Insassen/Patienten/Bewohner, einer geschlossenen Abteilung einer"Nervenheilanstalt", mit den Worten bei mir verabschiedet, ...das Sie mir alles gute wünschten..."so einen verrückten wie dich haben wir noch nie getroffen ... " Das sagt eigentlich vieles...
Ja, warum ich eigentlich diesen Blog schreibe. Ich möchte verstanden werden.
Ich möchte jeden an meinen Gedanken,Träumen und Erlebnissen teilhaben lassen.
Deshalb erzähl ich "kurz" mal von mir (und sorry für meinen Schreibstil. Ich bin Ich - und kann nur Ich sein):
Wenn ich manchmal Leuten von meinen Abenteuern erzähle,sagen viele ich solle doch mal ein Buch schreiben, über meine Erlebnisse in den USA. Ich war damals drei Jahre am Stück in Trumps Königreich. Damals war allerdings noch ein anderer König. Von den drei Jahren war ich zwei Illegal und hatte weder Visum, noch Geld. Naja geendet hat mein Abenteuer dort, als mich das FBI bei meiner Festnahme durch den Computer gejagt hat. Die wussten auf einmal alles über mich. Selbst das ich als 18 jähriger in die Fremdenlegion in Marseille eingetreten bin, wirklich jeden Pups. Und es gibt viele schwere Straftaten, die ich begangen habe und für die ich nie verurteilt wurde - und es gibt Verurteilungen, denen ein Irrtum zugrunde liegt und Ich diese Straftaten nicht begangen habe.
All diese richterlichen Fehlurteile bedeuteten in diesem Fall- Knast - Abschiebung. Vor Verzweiflung habe ich damals dummerweise gedacht, es wäre eine gute Idee mich umzubringen.
Da die Bullen, während die mich im Knast festgesetzt haben, meine geliebten Hund "Apache" ( den ich von Indianern in der Mojave Wüste bekommen hatte, damit ich unterwegs einen Freund habe) erschossen haben - Diese Drecksäcke. Da mich der Schlüsselmann aber gesehen hat, als ich versucht habe den Strick am Fenstergitter zu befestigen, wurde ich mitsamt meines schicken, orangefarbenen Anzug, mit Fußketten und Handschellen, in die geschlossene Psychiatrie/St. Lois- Missourie gesteckt. Kurzum darauf folgte die Abschiebung.
Und so in etwa sah mein bisheriges Leben immer, mehr oder weniger aus. Voller Chaos, Verrücktheiten, voller Stories, voller Ideen und Kreativität.
In meiner Jugend bin ich kreuz und quer durch Europa getrampt.Unter anderem öfter von Hamburg, wo ich damals lebte, in die Schweiz (Ich hatte eine Freundin in Zürich, die ich letztes Jahr beim Sterben begleitet habe), nach Süd- Frankreich (unter anderem bin ich mit einem Kumpel zu Fuß und getrampt nach Marseille, um uns für die Fremdenlegion anwerben zu lassen, mit zwanzig DM und 8 Dosen Hansa - Pils), nach Holland ( mit meinen, von mir, zu betreuenden Jugendlichen in einem riesigen Wohnboot durch Grachten und ins Eisle- Meer),nach Ungarn zum Balaton (damals noch Ostblock), Dänemark (auf Römö war ich viele Jahre im dortigen Strandsegel Verein), im Sommer von Festival zu Festival (unter anderem in Eindhoven, Monsters of Rock, Roskilde), auf die allererste Tattoo-Convention (damals in Berlin), nach Belgien etc.. Ich glaube, ich bin mehr km getrampt, als andere km in ihren Autos fahren.
Von fast jedem Trip (doppeldeutig?) hab ich irgend eine Story zu erzählen. Ich habe vor, das erlebte in Kurzgeschichten nach und nach zu erzählen.
Damit gebe ich jedem, den es interessiert, tiefste Einblicke in meine verwundete Seele.
Allein jeder meiner Aufenthalte in geschlossenen Psychiatrien, hält mehrere Geschichten parat.
Das erst Mal wurde ich 1989 in die geschlossene, psychiatrische Abteilung des Krankenhauses Hamburg Ochsenzoll, auf richterlichen Beschluss, zwangs - eingewiesen. Ich hatte damals das erste mal versucht, mich mit einer Überdosis Heroin umzubringen (bin aber nach drei Tagen wieder aufgewacht und lebte immer noch). Überhaupt beschäftige ich mich viel mit dem Leben - aber auch dem Tod. Ich habe eine mittelschwere - schwere bipolare "Störung" (?) habe. Ferner leide ich unter Angststörungen und Panikattacken; war unzählige male in stationärer, sowie ambulanter Behandlung; habe Verhaftungen in Deutschland, Frankreich. Holland und in den USA (leider mehr als einmal) hinter mir, 2 Selbstmordversuche (davon war einer eigentlich 100 % ..). Ich bin zu dem Schluss gekommen, das Gott oder wie Paulo Coelho sagen würde- "Die Weltenseele", noch etwas mit mir vorhaben...
Vieleicht habe ich deshalb auch auf dem zweiten Bildungsweg noch mal Sozialpädagogik studiert und in der Jugendhilfe mit äußerst schwierigen Jugendlichen gearbeitet. Ich wollte etwas zurück geben, damit andere von meinen Erfahrungen profitieren. Leider habe ich nun Berufsverbot wegen eines Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (es macht mich krank, dass ich nur wegen eines bisschen Marihuana meinen Beruf und Berufung nicht mehr ausüben darf, obwohl ich (ich weiß Eigenlob stinkt) fachlich sehr gut ausgebildet bin. Mein Diplom habe ich mit 1,0 gemacht, habe alle erdenklichen erlebnispädagogischen Zusatzqualifikationen. Ferner mehr als reichlich Berufserfahrung, hatte einen besonderen Zugang zu den Jugendlichen, da ich die Straße, den Block, das Ghetto - sehr gut kenne. Ich habe die Slums von Watts und von Broklyn überlebt. Ich war schlimmer (unten) als diese Jungs. Dazu kommt, meine ausgeprägte Empathiefähigkeit (ich habe sie oft verflucht, weil ich Dinge wahrnehme, die anderen nicht auffallen). Zu meinem Unglück wollte mein Vater auch noch einen "richtigen" Mann aus mir machen, was natürlich - nach seinem "Mänlichkeitsbild" - schief gehen musste. Ich war ihm einfach zu "weich". Wenn ich in der Klapse den Fragebogen ausfüllen muß, "...ob ich die Gedanken anderer Menschen wahrnehme?"..., muss ich ehrlicher weise JA ankreuzen, was oft falsch verstanden wird und es mir meist noch schwerer macht die "Weißkittel"von meiner "Normalität" zu überzeugen. Meiner Meinung nach bin ich nicht verrückt. Eher sind es die, die außerhalb der Mauern und Institutionen leben. Oje, ich komm schon wieder ins philosophieren. Will immer -Alles- und sofort von mir erzählen...später...
Schon seit mehreren Jahren habe ich mich mit dem Jakobsweg beschäftigt. Habe das Buch von Harpe Kerkeling , das von Paulo Coelho und auch diverse Wanderführer gelesen.
Nun habe ich vor zwei Jahren meinen Job als Lehrer an einer sogenannten "Problem - Schule, auf Grund meines Berufsverbotes, verloren - Dann 1 Jahr Arbeitslosengeld- und nun Harz 4. Ich bin gesellschaftlich von einem allseits anerkannten Lehrer (mit gutem Gehalt) zum Sozialfall geworden. Und das nicht nur finanziell - das zieht sich viel, viel weiter, in Bereiche meines Lebens, in denen ich mich bisher sicher gefühlt hatte. Gesellschaftlich als Drogenkonsument geächtet (Wem habe ich denn am meisten geschadet - ich würde sagen - mir selbst), finanziell am Arsch, gesundheitlich schwer angeknackst (seit meiner Arbeitslosigkeit und diversen ungerechtfertigten Gerichtsurteilen-sind meine Depressionen wieder mit voller Wucht da-zum Glück überkommt sie mich "nur" Schubweise und lässt mich, wenigstens ab und zu mal, nach Frischluft schnappen.
Selbst mein Bewährungshelfer hat zu mir gesagt: "Herr Chinaski, kein Wunder das sie depressiv sind. Das wäre ich in ihrer Situation aber auch - ehrlich - und ich sehe den ganzen Tag viele, viele menschlichen Schicksalsschläge..." Na - wenn das nicht mal eine Aussage ist...
Deshalb erzähle ich hier meine Geschichte. Ich fühle mich ausgegrenzt - leer - nutzlos - deprimiert und überflüssig. Gäbe es meinen Sohn nicht...und tschüss.
Da ich, wegen meiner psychischen Probleme, oft wochenlang, die Wohnung nicht verlassen kann, muss ich etwas tun. Ich muss !!! unterwegs sein - dann wird auch irgendetwas passieren. Es kann ja schließlich nicht nichts passieren, oder?
Ich habe noch nicht mal Geld für eine gute Ausrüstung. Aber ich bin voller Hoffnung und Gottvertrauen...- Ich gehe einfach los...Mitte bis Ende Mai ist es soweit...
Ohne Geld den Jakobsweg gehen, bis zum" Ende der Welt".